ADS bei Erwachsenen

Erwachsene mit ADS /ADHS gibt es das?

Ja, nach dem derzeitigen Wissensstand handelt es sich um eine angeborene Stoffwechselstörung im Gehirn. Unser Gehirn benötigt zur Weiterleitung von Informationen und Befehlen im Gehirn Botenstoffe wie zum Beispiel Dopamin, Noradrenalin oder Serotonin. Man nimmt zurzeit an, dass bei Menschen mit ADS/ADHS ein Mangel an Botenstoffen herrscht. Was zur Folge hat, dass sich diese in einem Zustand des "Nicht-ganz-wach-seins" befinden. Um in Bewegung zu kommen, brauchen sie extreme Situationen sind hippelig usw. Quelle: Proceedings of the Nationale Academy of Sciences.

Voraussetzung für eine Aufmerksamkeitsdefizitstörung/Hyperaktivitätsstörung im Erwachsenenalter ist, dass Sie diese auch schon als Kind hatten.

Da fangen die Probleme bei vielen Erwachsenen auch schon an. Wen kann ich fragen wie ich als Kind war. Die Eltern sagen häufig nur "ja als Kind warst du ein richtiger Hansdampf". Lehrer die man fragen könnte leben vielleicht schon nicht mehr und alte Freunde können sich kaum mehr daran erinnern. Bleibt noch die eigene Einschätzung und diese ist häufig verfälscht.

Daher ist es für eine sichere Diagnose wichtig möglichst viel über seine Kindheit in Erfahrung zu bringen. Um dieses nach bestimmten Kriterien realisieren zu können wurden psychologische Testverfahren entwickelt.

Wie sieht es mit der Häufigkeit aus?
30% bis 50% von denen die als Kind wahrscheinlich ADS/ADHS hatten haben diese Symptome auch heute als Erwachsene noch, dass sind in Deutschland ca. 250.000 Menschen.

Welche Symptome sind das z. B.?

• Fehlendes Zeitgefühl

• Starke Empfindlichkeit für Sinneseindrücke

• Leicht Ablenkbar

• Monotone Arbeiten werden nicht lange durchgehalten

• Vergesslichkeit

• Schlechte Organisation (dieses kann sich in unterschiedlichen Bereichen anders äußern " Arbeit, Privat oder in der Partnerschaft")

• Aufschieben von unangenehmen Tätigkeiten

• Flüchtigkeitsfehlern

• Kann Pausen, Schweigen nicht lange ertragen

• Angetrieben sein (innere Unruhe)

• Braucht viele Reize

• Impulsiv

• Vermindertes Selbstwertgefühl

• Suchtgefahr (Alkohol, Nikotin, Drogen)

• Häufig sehr kreativ

diese Liste kann noch um viele Punkte erweitert werden, was den Rahmen dieser Seite und Ihre Aufmerksamkeit aber abträglich sein könnte.

Oft wird die Diagnose ADS/ADHS nicht gestellt, da andere Störungen im Vordergrund stehen. Ich nenne es Laviertes ADS, da sich diese Symptomatik häufig hinter einer Angststörung, Zwang oder Schwermütigkeit versteckt. Auch wenn z. B. die Angst behandelt wurde fühlt es sich noch nicht richtig an, da nur eine Schicht (Zwiebelsystem) berücksichtigt wurde, der Kern aber noch unberührt geblieben ist. Daher die Flinte nicht gleich ins Korn werfen, sondern weiter daran arbeiten.

Behandlungsansätze

Medikamentös: Es gibt in Deutschland noch kein zugelassenes Medikament zur Behandlung von ADS bei Erwachsenen, die pharmazeutischen Firmen arbeiten aber an einer Zulassung ihrer Produkte für Erwachsene die sich bei Kindern bewährt haben.

Psychotherapie/Coaching: In meiner Praxis arbeite ich mit unterschiedlichen Ansätzen. Um neue Verhaltensweisen einzuüben setze ich gerne die klinische Hypnose ein. Bei Ängsten die Energetische Psychotherapie (EDxTM nach Dr. Fred Gallo). Zum Abbau von innerer Anspannung hat sich die Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson bewährt, da es bei dieser Entspannungsmethode erst zu einer Anspannung kommt und diese dann zu einer Entspannung führt. Ein begleitendes Coaching mit Einzelsitzungen alle 4 Wochen zum Überprüfen der Fortschritte mit der Möglichkeit eines Email-Coachings folgt nach der Behandlung der Hauptsymptomatiken. Unterstützend ist auch der Besuch einer Selbsthilfegruppe. Adressen finden Sie unter Kooperationen auf dieser Homepage.

Bewegung: Ausdauer Sportarten wie Laufen, Schwimmen oder Radfahren aber auch Power Sport wie Squash, Krafttraining und Spinning helfen.

Und zum Schluss noch ein paar kleine Alltagshilfen

• Leben Sie Ihre Stärken aus, dass gibt Selbstvertrauen

• Akzeptieren Sie das Sie anders sind

• Nein sagen lernen

• Prioritäten setzen (z. B. Listen erstellen)

• Auszeiten nehmen

• Mit farbigen Ablagesystemen (Ordnern) arbeiten

• Den Arbeitsplatz von allem befreien was nicht zu dem aktuellem Thema gehört

• Pufferzeiten einplanen

• Ziele in Zwischenziel aufteilen

• Rituale einführen

• Aktives Zuhören üben

Es gibt noch viele Tipps die ich nach und nach noch hinzufügen werde.

Über Anregungen und Hinweise von Ihnen wie Sie mit Ihrer Besonderheit umgehen würde ich mich freuen.

Bei Fragen oder zu Terminabsprache stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.









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